Digital Natives sind sozial

Marco Ripanti hat für das Management Radio ein spannendes Interview mit Philipp Riederle geführt. Das Interview hört Ihr hier

Der 19-jährige Philipp Riederle ist ein waschechter „digital native“. Der Abiturient ist ein Podcaster der Unternehmen berät, um sie aus ihrer Sackgassenkommunikation zu befreien und Vorträge hält. Er hat das Buch „Wer wir sind und was wir wollen“ zum Thema Generation Y veröffentlicht.

Er macht vor allem auf den Wandel aufmerksam und räumt mit dem Vorurteil auf, dass die Generation Y keine sozialen Bindungen sondern nur soziale Netzwerke pflegen würde. Im Gegenteil, seine Generation lebt in digitalen Welten aber vor allem auch in realen Bindungen.

Die Zukunftsprognose von Philipp Riederle für 2025 klingen allerdings nicht besonders rosig, denn er fürchtet den Verlust der Menschlichkeit. Er hat Angst vor der massenhaften Verbreitung der Datenbrillen oder Daten-Kontaktlinsen, die das Leben nicht mehr lebenswert machen. Die digitale Matrix würde in diesem Fall alles bestimmen.

Spinnt man Marshall McLuhans Medienbegriff weiter, sind nicht mehr die Medien die Ausweitung und Verlängerung der Menschen in die Welt sondern umgekehrt! Wenn die Entscheidungen und Handlungen von Menschen zuerst von der Technik empfohlen und dann vom Menschen ausgeführt werden, wird der Mensch zum Medium und die von Philipp Riederle angeführte Datenbrille zum Sinnesorgan.

Das Interview hört Ihr hier

  • Das ist ja beruhigend, dass auch Digital Natives dieselbe Medienparanoia haben, wie sie seit Platon verbreitet ist. Dummerweise ist die wlet memr noch nicht untergegangen. Nicht durch die Schrift, nicht durch das Theater, den Roman, das Comic, den Film, die Computerspiele etc.

  • 42medien

    Der Anpassungstrieb veranlaßt uns Menschen zu allem möglichen 🙂